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Eingang
19.09.2004, 13:43
Als *Forumsneuling* habe ich vorab mal eine Frage. Was darf man hier für Fragen stellen, ohne den Teilnehmern hier auf den Keks zu gehen ? Kann man mal ein paar Marken, die sich nicht ohne weiteres bestimmen lassen, einscannen und hier posten ? (Natürlich habe ich Michel-Kataloge und gebe mir große Mühe, es erstmal selbst rauszukriegen) ---- Ich habe inzwischen eine bescheidene Sammlung und habe mich entschlossen, mich mal intensiv damit zu beschäftigen, was das alles eigentlich Wert ist.

Ansonsten grundsätzliche Fragen:

- z.B. bei DDR Marken wird im Michel betont, daß nur solche Marken als gestempelt gelten, deren Datum und Ort eindeutig ablesbar sind. Wie sind aber solche Marken zu taxieren, bei denen das nicht der Fall ist, oder auch Grenzfälle (z.B. nur das Datum, nur Tag/Monat, nur Ort) ?
- Wie sind Marken ohne Gummierung zu bewerten, wenn sie ansonsten absolut einwandfrei/wie postfrisch sind und im Katalog nur entweder ** oder gestempelt ausgewiesen sind ? (ich habe einige Deutsche-Reichsmarken dieser Art)
- Bei den Markenheftchen wird im Michel ausgewiesen, daß immer ein Heftrand da sein sollte. Ich habe einige Marken in Blocks aber ohne Heftrand. Wie kann ich nun herausbekommen, ob das Markenheftchen waren und was sind sie ansonsten wert ?
- Wie unterscheide ich Faserpapier von weißem Papier ? Habe ein paar alte Schweizer Helvetia-Marken, aber kann einfach keine Unterschiede erkennen bzw. bin mir nicht sicher.
- Mir sind schon Marken aufgefallen, die sich außer im Druckjahr nicht voneinander unterscheiden. Da aber teils erhebliche Wertunterschiede dabei sind, würde mich interessieren, woran ich nun erkennen kann, aus welchem Jahr diese Marken sind.

Okay, wäre toll, wenn ich im Forum etwas Hilfe bekomme ...

Fehldruck
19.09.2004, 14:23
Herzlich Willkommen im Forum!


Du stellst doch schon Fragen- und das ist auch gut so! Genau dafür ist das Forum da. Gehst Du jemanden auf den Keks, dann wird er sich schon melden. Mi Bild sind die Fragen immer eindeutiger zu verstehen.

zu 1. Warum taxieren? Willst Du kaufen oder verkaufen? Den Wert bestimmt immer die Nachfrage- wie im sonstigen Leben auch. DDR Marken bei denen der Stempel nicht alles verrät werden auch gesammelt. Pauschal kann man so einen Wert nicht nennen. Das sieht bestimmt jeder anders und es kommt natürlich auf die genaue Mi Nr. an. (ab 60 er Jahre vielleicht unter 5% Michel- meine Einschätzung zum Verkaufs!wert und) Sie sollten dann aber im kompletten Jahrgang verkauft werden.

zu2. ohne Gummi (*) ist weniger Wert als * (Falzmarken). Falzmarken bewerte ich immer mit 50%Michel,wenn kein Wert dafür angegeben ist(davon geht dann nochmal ein Prozentsatz ab, um den Verkaufspreis in etwa zu bestimmen- bei Bund(ab 60er Jahre) wird für ca. 10-20% vom Michel verkauft. Bei neueren Marken Bund oder Berlin(ab 60 er) Jahre kannst du Dich so hochrechnen und trotzdem sind diese neueren ohne Gummimarken aber auch die Falzmarken quasi unverkäuflich, da jedemenge Postfrische am Markt sind.


....

Stelle zum letzten Punkt bitte ein Bild ein.

Fehldruck

Christian
19.09.2004, 14:33
hallo!

Faserpapier ist ganz einfach von der Rückseite zu erkennen: Die Fasern sind nämlich farbig. Also, wenn du schwarze Fasern siehst, dann hast du Faserpapier, wenn du nichts siehst, dann eben normales Papier. Bei den Schweizer Marken gibt es außer schwarzen auch noch rote und blaue Fasern

viel Glück und Erfolg beim Sammeln
Christian

Fehldruck
19.09.2004, 15:54
@Eingang

man kann ein Markenheftchenblatt z.B. an der Art des Zusammendrucks erkennen. die genauen Angaben findest Du im Michel spezial nach den Normal-ausgaben.
Vielleicht wäre es hier auch besser, wenn Du ein Bild von so einem Block zeigst. Es erklärt sich dann wahrscheinlich einfacher und nutzbringender für Dich.

Fehldruck

Eingang
19.09.2004, 16:12
Original geschrieben von Christian
hallo!

Faserpapier ist ganz einfach von der Rückseite zu erkennen: Die Fasern sind nämlich farbig. Also, wenn du schwarze Fasern siehst, dann hast du Faserpapier, wenn du nichts siehst, dann eben normales Papier. Bei den Schweizer Marken gibt es außer schwarzen auch noch rote und blaue Fasern

viel Glück und Erfolg beim Sammeln
Christian

Sind das so kleine wirre Häärchen auf der Rückseite ? Wow, danke Dir ! Das ist ja dann ganz einfach auseinanderzuhalten.

Eingang
19.09.2004, 16:23
Original geschrieben von Fehldruck
Herzlich Willkommen im Forum!


Du stellst doch schon Fragen- und das ist auch gut so! Genau dafür ist das Forum da. Gehst Du jemanden auf den Keks, dann wird er sich schon melden. Mi Bild sind die Fragen immer eindeutiger zu verstehen.

zu 1. Warum taxieren? Willst Du kaufen oder verkaufen? Den Wert bestimmt immer die Nachfrage- wie im sonstigen Leben auch. DDR Marken bei denen der Stempel nicht alles verrät werden auch gesammelt. Pauschal kann man so einen Wert nicht nennen. Das sieht bestimmt jeder anders und es kommt natürlich auf die genaue Mi Nr. an. (ab 60 er Jahre vielleicht unter 5% Michel- meine Einschätzung zum Verkaufs!wert und) Sie sollten dann aber im kompletten Jahrgang verkauft werden.

zu2. ohne Gummi (*) ist weniger Wert als * (Falzmarken). Falzmarken bewerte ich immer mit 50%Michel,wenn kein Wert dafür angegeben ist(davon geht dann nochmal ein Prozentsatz ab, um den Verkaufspreis in etwa zu bestimmen- bei Bund(ab 60er Jahre) wird für ca. 10-20% vom Michel verkauft. Bei neueren Marken Bund oder Berlin(ab 60 er) Jahre kannst du Dich so hochrechnen und trotzdem sind diese neueren ohne Gummimarken aber auch die Falzmarken quasi unverkäuflich, da jedemenge Postfrische am Markt sind.

....

Stelle zum letzten Punkt bitte ein Bild ein.

Fehldruck

- Vorerst will ich einfach nur mal wissen, was das alles Wert ist, was ich mir im Laufe der Jahre so angeschafft habe. Tausch und Verkauf sind nicht ausgeschlossen, aber zuerst mal muß ich wissen, was ich da eigentlich habe. Habe immer nur was gekauft, geschenkt bekommen und keinen Plan, was da in meinem Schrank steht......

- Daß die Marken ab 56/57 praktisch keinen ersntzunehmenden Wert haben, ist mir schon aufgefallen. Bei solchen Marken schau ich garnicht mehr genau nach, alles was unter 2 Euro ist, ist ja finanziell eh nur "Kleinmist" - denke ich. Also ich schau nur bei älteren Marken genauer nach. Eben DDR/BRD und Reich bis 55/56. Oder hab ich da was wesentliches übersehen ? Ist interessant, Komplettsätze verkaufen sich also besser als Einzelstücke ? Ich dachte, es wäre eher umgekehrt, weil man ja oft die meisten Marken relativ leicht bekommt und dann die Raritäten fehlen....

- Also okay, mit Falz 50%. Und ohne Gummierung dann nochmal weniger ? Aber so eine Marke ist dann schon noch mehr wert als eine mit Stempel (wenn die mit Stempel deutlich weniger Wert ist natürlich) ? Um wieviel schätzungsweise ? Nochmal 10% runter ?

- In jedem Fall vielen Dank für die Antworten - ist echt nett von Euch !!!

- Hab jetzt mal ein paar Marken eingescannt, bei denen ich nicht klarkomme - bei den Hitler-Marken bin ich deshalb stutzig, weil dern Stempel von 1938 ist. Im Michel steht nichts von neueren Stempeln auf diesen Block -



http://www.intarapm.de/scan1.jpg

Hangover
19.09.2004, 16:31
OK, ich ordne mal ein:

DR Block 7, der war bis Ende 1938 gueltig. Sollte also ok sein

Die 6 Pfennig-Marke mit Himmler sollte eine Faelschung der Propagandamarke sein (siehe Kriegspropagandamarken im Deutschland-Spezial-Katalog)

Darunter DR 98 gestempelt. Ungewoehnlciher Stempel, aber meiner Meinung nach nichts "wertvolles"

Dann: Danzig 122, sollte wegen des Korkstempels als inflaecht durchgehen (huebsch!), Danzig 150 I inflaecht (selten!), Danzig 191 inflaecht

Naechste Zeile: Faelschung des Vineta-Provisoriums (wertlos), DR 96 II, Danzig 121 inflaecht, Danzig 179 unpruefbarer Stempel (faktisch wertlos)

Fehldruck
19.09.2004, 17:29
@Eingang

gesuchte Einzelwerte laufen oft Prozentual besser als der Satz,da man ja immer die ungesuchteren mit erwerben muß.

Ich meinte, daß sich deutsche Marken neueren Datums(ab ca. 1960) mit nicht in allen Details erkennbaren Stempeln besser im Jahrgang oder im Lot zu verkaufen sind. Sie drücken dort maßvoll vorhanden nicht wesentlich den Verkaufserfolg. Bei Einzelstücken achtet man schon sehr auf gute Stempelqualität und da sind solche Marken auch fast wieder unverkäuflich.

Ich spreche hier von deutscher Massenware ab 1960 . Aber auch bei Raritäten und älteren Ausgaben gibt es bei schlechten Stempel auch enorme Preisabschläge.

Mit Stempel mehr oder weniger wert?

Also eine ohne Gummi (*) Marke kann bei älteren Ausgaben deutlich über dem Wert einer gestempelten gleichen Marke liegen. Meist kommt sie dann ungebraucht sehr selten vor.

Gab es vielleicht nur eine kurze Zeit der Verwendung bzw. kommt die Marke gestempelt seltener vor-dann ist eben die gestempelte Marke höher im Wert.

Ganz so pauschal ist es mit dem Wert eben nicht (auch mit meinen pauschalen richtungsweisenden Angaben!). Es kommt auf den Einzelfall an. Nutze den Michel und das Forum und Auktionen zur Wertfindung.

Vielleicht stellst Du dann irgendwann fest, daß der Weg das Ziel ist. Briefmarken sammeln und erforschen macht Spaß und bildet.

Ist das nicht Unbezahlbar?

Fehldruck

Eingang
19.09.2004, 18:51
"Ich meinte, daß sich deutsche Marken neueren Datums(ab ca. 1960) mit nicht in allen Details erkennbaren Stempeln besser im Jahrgang oder im Lot zu verkaufen sind. Sie drücken dort maßvoll vorhanden nicht wesentlich den Verkaufserfolg. Bei Einzelstücken achtet man schon sehr auf gute Stempelqualität und da sind solche Marken auch fast wieder unverkäuflich."

--- verstehe jetzt, was Du meinst

"Ganz so pauschal ist es mit dem Wert eben nicht (auch mit meinen pauschalen richtungsweisenden Angaben!). Es kommt auf den Einzelfall an. Nutze den Michel und das Forum und Auktionen zur Wertfindung."

---- jap, mach ich.... allerdings finde ich es schon schwach von Michel, nicht auch gleich noch die entsprechenden Werte für ohne Gummierung und ev. auch für unleserliche Stempel reinzuschreiben, da sowas ja nun wirklich sehr oft vorkommt....

"Vielleicht stellst Du dann irgendwann fest, daß der Weg das Ziel ist. Briefmarken sammeln und erforschen macht Spaß und bildet."

--- bisher hatte ich mir einfach nicht die Zeit genommen, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr wird mir klar, daß ich eine Menge dazulerne. Mir dämmert, wie wichtig Briefmarken sind, was ich bis vor kurzem total unterschätzt hatte.

"Ist das nicht Unbezahlbar?"

--- Na klar ist das unbezahlbar. Momentan ist meine finanzielle/berufliche Situation halt so, daß mich der Wert in Geld besonders interessiert. Wenn ich da ein schönes Polster hätte, würde ich diesen Aspekt kaum beachten.

Eingang
19.09.2004, 19:00
"DR Block 7, der war bis Ende 1938 gueltig. Sollte also ok sein"

Ich denke auch, daß er okay ist. Hatte mich nur gefragt, ob er vielleicht etwas mehr wert sein könnte, da diese Jahreszahl im Michel bei diesen Sonderstempeln nicht weiter erwähnt wird.

"Dann: Danzig 122, sollte wegen des Korkstempels als inflaecht durchgehen (huebsch!), Danzig 150 I inflaecht (selten!), Danzig 191 inflaecht"

--- Nach dem Michel sollte die 191 deutlich wertvoller sein als die 150 - oder hat das "I" noch etwas zu bedeuten ? Sind das aber schon alles normale Stempel, im Michel tauch ja noch das schraffierte Kreissymbol auf für spezielle Entwertungen. So eine ist da aber nicht dabei, oder ? Woran erkennt man diese Entwertungen zu Sammlerzwecken eigentlich ?

"Naechste Zeile: Faelschung des Vineta-Provisoriums (wertlos)"

--- Woran erkennst Du, daß es eine Fälschung ist ?

"DR 96 II"

--- Ich sehe jetzt auch, daß es die 96II sein muß, aber auch nur wegen der 25:17 Zähnung. Wie hast Du das gesehen ?



Ansonsten, die letzte

Eingang
19.09.2004, 19:27
aahm, hier sind nochmal drei Marken, bei denen ich unsicher bin...

Bei der Feldpostmarke ist vom Jahr nur die 4 erkennbar --- gilt die Marke trotzdem als gestempelt ?
Dann der Hamburg-Westafrika Stempel - etwas besonderes ?
Und zuletzt ein Markenheftchen, glaube ich jedenfalls... geht das als ein solches durch ? Gummiert ist es nicht, aber auch ohne Stempel.... wie sieht es da aus ?

Also, wenn ihr weiter so nett zu mir seid, werdet ihr mich nicht mehr so schnell los... *grins* -

http://www.intarapm.de/scan2.jpg

Großherzogtum Baden
19.09.2004, 19:35
Hallo,

das Vineta Provisorium müßte falsch sein, da das Original einen violetten Handstempelaufdruck hat. Steht auch so im Michel. Deine eingescannte Marke hat einen schwarzen Aufdruck, oder sehe ich das durch den Scan falsch?

Gruß Dieter

Eingang
19.09.2004, 19:37
Ich muß mich korrigieren !

Habe die Marke gerade gegen das Licht gehalten und festgestellt, der Stampel ist tatsächlich lila, aber sehr dunkles Lila.

Zusatz: Hab die Marke jetzt auch endlich im Michel gefunden - ist wohl doch eine Fälschung, die Buchstaben sind viel zu schmal ---> eine wirklich schlechte Fälschung... schade, schade .....

Hangover
19.09.2004, 19:55
OK, schnell ein paar Antworten:

"Hatte mich nur gefragt, ob er vielleicht etwas mehr wert sein könnte, da diese Jahreszahl im Michel bei diesen Sonderstempeln nicht weiter erwähnt wird."

Noe, das nicht. Wenn es bei diesen Bloecken einen Mehrwehrt gibt, dann fuer welche mit Stempeln vom Postschalter. Die sucht man oft vergeblich.

"Nach dem Michel sollte die 191 deutlich wertvoller sein als die 150 - oder hat das "I" noch etwas zu bedeuten ? Sind das aber schon alles normale Stempel, im Michel tauch ja noch das schraffierte Kreissymbol auf für spezielle Entwertungen."

Also, die 150 hat einen Plattenfehler: In der vorletzten Null meine ich eine Kerbe gesehen zu haben. Dieser Fehler ist im Deutschland-Sepzial-Katalog bewertet. Der Stempel ist meiner Meinung nach echt, Michelbewertung hierfuer 350.-- Euro. Die 191 mit echtem Stempel steht 200.-- Euro. Jedenfalls meinen Glueckwunsch zu diesen Stuecken, die sieht man nicht allzu haeufig und Danzig ist zur Zeit mehr oder weniger "in"

Das schraffierte Symbol gilt bei Danzig nicht als Bewertung fuer Gefaelligkeitsstempel, sodern fuer die Stempel, bei denen nicht nachgewiesen kann, dass die auf dieser Marke waehrend der Gueltigkeitszeit zu Bedarfszwecken abgeschlagen wurden. Von Danzig ist waehrend und auch nach der Inflazeit viel Material bogenweise mit rueckdatierten Stempeln misshandelt worden, die Forschung, was echt ist, und was nicht, setzte aber erst Mitte/Ende der 1930er Jahre ein.

"Woran erkennt man diese Entwertungen zu Sammlerzwecken eigentlich ?"

Je nach Gebiet sehr unterschiedlich. Normalerweise sind es bestimmte Stempel, von denen bekannt ist, dass sie fuer Sammlerzwecke verwendet wurden. Mit diesen Stempeln gibt es dann oft lose Marken, aber kaum oder gar keine gelaufenen Briefe. Versandstellen fuer Briefmarken gab es schon 1920, z.B. in Allenstein waehrend der Volksabstimmung.

"Ich sehe jetzt auch, daß es die 96II sein muß, aber auch nur wegen der 25:17 Zähnung. Wie hast Du das gesehen ?"

Man erkentn die 25er Zaehnung normalerweise an den Markenecken, wo meistens ein relativ breiter unzertrennter Steg bleibt.

-Hangover

Eingang
19.09.2004, 20:29
"Also, die 150 hat einen Plattenfehler: In der vorletzten Null meine ich eine Kerbe gesehen zu haben. Dieser Fehler ist im Deutschland-Sepzial-Katalog bewertet. Der Stempel ist meiner Meinung nach echt, Michelbewertung hierfuer 350.-- Euro. Die 191 mit echtem Stempel steht 200.-- "

--- Da ist wirklich eine Kerbe. Hatte neulich versehentlich nur Band 2 des Spezial-Katalogs gekauft (wußte nicht, daß es zwei Bände gibt) -- hole ich aber morgen nach !

"Das schraffierte Symbol gilt bei Danzig nicht als Bewertung fuer Gefaelligkeitsstempel, sodern fuer die Stempel, bei denen nicht nachgewiesen kann, dass die auf dieser Marke waehrend der Gueltigkeitszeit zu Bedarfszwecken abgeschlagen wurden. Von Danzig ist waehrend und auch nach der Inflazeit viel Material bogenweise mit rueckdatierten Stempeln misshandelt worden, die Forschung, was echt ist, und was nicht, setzte aber erst Mitte/Ende der 1930er Jahre ein."

--- Vielen Dank für diese Info....

deckelmouk
19.09.2004, 20:58
@eingang:

Eine Frage, hast Du schon das Vorwort Deines Michels gelesen? Wenn nein, dann ganz schnell nachholen! Dort findest Du schon eine Menge Antworten auf Deine Fragen.

Beste Sammlergrüsse von einem, der mittlerweile grundsätzlich immer die Vorworte, Glossare und Literaturverzeichnisse studiert...

Lars

Eingang
19.09.2004, 21:00
Original geschrieben von deckelmouk
@eingang:

Eine Frage, hast Du schon das Vorwort Deines Michels gelesen? Wenn nein, dann ganz schnell nachholen! Dort findest Du schon eine Menge Antworten auf Deine Fragen.

Beste Sammlergrüsse von einem, der mittlerweile grundsätzlich immer die Vorworte, Glossare und Literaturverzeichnisse studiert...

Lars

Ist gut, mach ich -

Bernd
19.09.2004, 21:09
Hallo Eingang!

Die Feldpostmarke gilt schon als gestempelt. Allerdings muss man Wissens, dass von der Marke sehr viele Stempelfälschungen am Markt unterwegs. Echt gestempelt haben den Krieg nur wenige Stücke überlebt.

Schließlich wurde die Marke auf Sendungen aus der Heimat an die Front verwendet. Und welcher Landser hat im Winter 1944 daran gedacht, die Marke bzw. die komplette Päckchenadresse aufzuheben. Die Soldaten hatten wahrlich andere Sorgen.

So wie der Stempel aussieht, ist es entweder eine Gefälligkeitsentwertung oder gar eine Fälschung. Trägt die Marke noch die Gummierung? Wenn ja, spricht einiges für diese These.

Der Michel hat für diese Marken eine eigene Bewertung (Gefälligkeitsentwertung). Im Spezial ist die Marke derzeit mit 4,50€ bewertet.

Viele Grüße
Bernd

Eingang
19.09.2004, 21:27
Original geschrieben von Bernd
Hallo Eingang!

So wie der Stempel aussieht, ist es entweder eine Gefälligkeitsentwertung oder gar eine Fälschung. Trägt die Marke noch die Gummierung? Wenn ja, spricht einiges für diese These.

Bernd

Die Marke ist nicht gummiert.
Wie kriegt man sowas jetzt raus ?

Bernd
19.09.2004, 21:37
Hallo!

Vielleicht kann dir ein Prüfer weiterhelfen. Wahrscheinlicher ist es aber m.E., dass man heute nicht mehr nachvollziehen kann, ob die Marke wirklich ihren Zweck erfüllt hat.

Der Eckstempel spricht für die Theorie für den Gefälligkeitsstempel. Das ist so ein Gefühl dazu. Vielleicht weiß jemand anderes mehr dazu.

Viele Grüße
Bernd

Hangover
19.09.2004, 23:18
Original geschrieben von Bernd
Vielleicht kann dir ein Prüfer weiterhelfen. Wahrscheinlicher ist es aber m.E., dass man heute nicht mehr nachvollziehen kann, ob die Marke wirklich ihren Zweck erfüllt hat.


Ich bin zwar kein Pruefer, moechte aber ganz allgemein auf den Weg geben, dass Stempelfragmente im Allgemeinen nicht identifizerbar sind. Auch Pruefer wissen bei Eckstempeln meistens nicht weiter, wenn nicht ganz charakteristische Merkmale (z.B. bekannte Beschaedigungen) im Stempel vorliegen. Fuer eine Einzelmarke lohnt eine Pruefung generell nicht - da sind dann schnell 20 (oder 30?) Euro Mindestgebuehren fuer eine Pruefsendung in den Sand gesetzt.

-Hangover