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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorphilatelie



Heusssammler
15.08.2010, 19:39
Hallo Vorphilatelie Freunde
Hier ein Beleg von Hamburg T T
nach Mannheim (Charge)

1.)wie war sie Austaxierung ?
2.)wie war die Route?
3.)Transit-Brief ? ich meine Ja
Verlauf könnte von Hamburg über Hannover
dann Frankfurt T&T dann nach Mannherim oder?

http://www.bdph.de/forum/picture.php?albumid=43&pictureid=489

bayern klassisch
15.08.2010, 19:55
Hallo Rudolf,

schöner Brief. Der Absender zahlte die Einschreibgebühr in Hamburg (2 Schillinge?).

Von Hamburg bis Taxis/Baden wurden 22 Kr. fällig. Ab dort bis Mannheim kamen weitere 4 Kr. hinzu, so dass der Empfänger 26 Kr. zahlte.

Hamburg - Kassel - Frankfurt am Main - Darmstadt - Mannheim sollte der Laufweg gewesen sein.

Ein Transitbrief war es schon.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Heusssammler
15.08.2010, 20:06
Hallo Ralph

War eigentlich die Einschreibgebühr in
allern Aldeutschen-Staaten gleich ?
Baden war 4 Kreuzer Bayern war ?
Württemberg war ? usw.

mfg

Geusssammler (Rudolf )

bayern klassisch
15.08.2010, 20:37
Hallo Rudolf,

die Chargégebühr war unterschiedlich, auch wenn man die verschiedenen Währungen auf eine einzige reduzierte.

Bayern und Württemberg waren auch mit 4 Kr. bei der Sache, aber andere Staaten hatten andere Gebühren, teils auch verschieden nach inländischer und ausländischer Versendung gestaffelt, oder das Franko verdoppelte sich für das Ausland bzw. erhöhte sich um eine fixe Gebühr ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Heusssammler
15.08.2010, 20:54
Hallo Ralph

Danke für deine Ausführung
Wie kann und wo kann ich das Erfahren mit der Einschreibgebühr
ist dies im Graff Handbuch oder Feuser Handbuch?
Was verstehe ich unter Inländisch und Ausländisch
Inländisch ist innerhalb der Altdeutschen Staaten ?
Ausländisch ist z.B.Schweiz Östereich England,Belgien ?
ist das so richtig!

mfg

Heusssammler (Rudolf)

bayern klassisch
15.08.2010, 21:58
Hallo Rudolf,

vor dem Postverein gab es nur inländisch und ausländisch.

Ab dem Postverein (für Baden ab dem 1.5.1851) gab es inländisch, vereinsländisch und ausländisch, also Mannheim - Karlsruhe, Mannheim - München und Mannheim - London.

Die Rekogebühren Hamburgs kenne ich leider nicht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

deckelmouk
16.08.2010, 15:59
Hallo Rudolph,

ich habe einen guten Regalmeter Literatur zur Vorphilatelie, darunter auch die von Dir genannten Werke. Das nützt aber alles nichts, wenn nicht die Originalvertragstexte vorliegen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Heusssammler
16.08.2010, 18:30
Hallo Lars

Danke für deine Antwort
An Literatur fehlt es mir normal nicht,aber
du hast Recht wenn man nicht die Postverträge hat
ist ein solche Bestimmung nicht möglich.
Wie kommt man daran? Oder wie bekommt man Kopien
dieser Verträge?

mfg

Rudolf

bayern klassisch
16.08.2010, 19:01
Hallo ihr Zwei,

in den Postverträgen dieser Zeit werdet ihr, von seltenen Ausnahmen abgesehen, nichts zur Höhe der Chargégebühren finden. Dafür bedarf es schon der inländischen Reglements und Instruktionen, was es nur noch schwerer macht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Aleks
16.08.2010, 19:29
Wie kommt man daran? Oder wie bekommt man Kopien
dieser Verträge?
Das Postvertragsprojekt des DASV (http://www.postvertraege.de) sollte man schon kennen...

Aleks

Heusssammler
17.08.2010, 22:25
Hallo Alex

Vielen Dank für dein Ratschlag
aber soweit
waren wir schon mit den Postvertägen!
Aber wo dies steht,vielleicht weisst du das?
Es geht um die Zeit 1800 -1851!

mfg

heusssammler

Aleks
18.08.2010, 09:31
... da wird nur eine eigene Recherche helfen. Fertige Analysen kann das Projekt nicht liefern. Dann könnten wir aber auch das Hobby einstampfen, wenn es nichts mehr zu forschen gäbe...

Aleks

DiDi
18.08.2010, 20:50
Im Auftrag:

Gesucht wird eine Aufschlüsselung der auf diesem Faltbrief (1841) angebrachten Postvermerke.
Harmlose Philatelisten sind da etwas überfragt.
Andere (@bayern klassisch) schütteln das aus dem Ärmel. Respekt;).

Schönen Gruß
DiDi

asperge_de
30.09.2010, 17:20
Hallo,
dein Brief ist mit 38 Decimes taxiert, diese setzen sich aus folgenden Einzeltaxen zusammen:
Der Brief hatte ein Gewicht von 23 g (siehe obere linke Ecke) Preußen bekam pro dafür die 2 fache Gebühr von 7 dec entspricht 14 Decimes. In Frankreich wurde der Brief mit der 3 fachen Gebühr von 8 dec (siehe die Zahl oben links 7/8) taxiert, das wären dann 24 Decimes macht zusammen 38 Decimes.
Die Zahl oben auf dem Brief gibt höchst wahrscheinlich das Gewicht in Loth an, es ist ein wenig ein Grenzfall, weil die Gewichtsgrenze zum höheren Taxe bei 22,5 g liegt. Dann würde der Brief aber der Brief 42 (18 plus 24) Decimes kosten.
Ich hoffe ich habe mich nicht verrechnet.
Viele Grüße
asperge_de

bayern klassisch
30.09.2010, 17:24
Hallo DiDi,

huch, den habe ich gar nicht gesehen, aber @asperge-de hat fast alles perfekt entschlüsselt.

Mittig schrieb Preußen 1 5/8 Loth, also gut 22g an.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

drakenumi1
10.12.2010, 23:05
Dieses interessante Schreiben des dänischen Königs Friderich IV. von seiner Residenz Schloß Friderichsburg bei Kopenhagen beleuchtet einen bedeutungsvollen Zeitpunkt (1721) nach Ende des Nordischen Krieges, als das über 5 Jahre von Dänemark besetzte Schwedisch - Vorpommern wieder an Schweden zurückfiel, bevor es später, 1815, endgültig zu Preußen kam.
Das nur als Vorspann.
Mein Problem ist die Unkenntnis darüber, ob diese königliche Unterschrift eine persönliche Handschrift ist, oder möglicherweise von einem Schreiber stammt.

Ich habe viele Versuche unternommen, eine Quelle für eine Antwort zu finden, aber leider bisher - Fehlanzeige.
Daher, auch wenn es etwas abwegig in diesem Gremium sein sollte, an Euch die gleiche Frage. Nicht daß jemand auf Anhieb die ganz konkrete Antwort wissen sollte, was ich nicht erwarte, aber evtl. gibt es auf diesem Schreiben irgendwelche spezifische Anhaltspunkte, deren richtige Deutung uns der Antwort näherbringt.
Z.B.: Im Text heißt es: "..... Uhrkundlich unter Allerhöchstgeehrt. Ihr: Königl: Mayt: Handzeichen ....." Ist das evtl. eine konkrete Aussage darüber, daß der Monarch persönlich unterschrieben hat?
Oder: der ganz unten unterschriebene C. Sehestedt war in der Zeit der dän. Herrschaft über Vorpommern ein hoher Regierungsbeamter, Mitglied der Versammlung der Chefs der Kollegien, welche der gemeinsamen Beratung wichtiger staatlicher Belange unter Vorsitz des Königs diente. Dessen Unterschrift hier ist wohl persönlich, wie ich feststellen konnte. Ging es an, daß dieser persönlich unterschrieb, der König darüber aber sich unterschriftlich von einem Schreiber vertreten ließ?
Oder: Was bedeutet dieser letzte Buchstabe im Schriftzug "Friderich(?)" Soll es ein "K" für "König" darstellen?

Die etwas wenig ausgeschriebene Handschrift sollte nicht verwirren: Friderich hatte keine gründliche Schulbildung, wie ich nachlesen konnte.

Für jeden Hinweis, jeden Link wäre ich sehr dankbar!

Es grüßt Euch

drakenumi1

gerhard.heinrich
11.12.2010, 10:07
Der Buchstabe hinter "Friderich" ist kein K sondern ein R = Rex = König wie von Herrschern bis ins XX. Jahrhundert gebräuchlich. Auch der letzte deutsche Kaiser zeichnete stets "Wilhelm I. R." = Imperator Rex = Deutscher Kaiser König von Preußen.

drakenumi1
11.12.2010, 11:13
Danke Dir, Gerhard,

ich denke, damit wird die Wahrscheinlichkeit einer eigenhändigen Unterschrift wieder um einige Prozente sicherer. Nach meiner Auffassung! Denn würde ein Schreiber hinter Friderichs Namen ein "Rex" setzen dürfen? Ich denke, eher nicht.

Grüße von

drakenumi1